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Welche Krankenversicherung ist die richtige? Privat oder gesetzlich?
Der grundsätzliche Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten
Krankenversicherung beruht wohl darin, dass
die gesetzliche Krankenversicherung auf dem Solidarprinzip beruht. Das heißt,
dass die gesunden Mitglieder die kranken Mitglieder finanzieren. Dazu dienen die
Beiträge der Mitglieder der GKV. Erwirtschaften gesetzliche Krankenkassen
Gewinne, dann müssen diese an die Mitglieder in Form von Senkung des
Beitragssatzes weitergereicht werden. Werden die Kosten durch die Einnahmen
nicht gedeckt, dann werden die Beitragssätze angehoben, was alle
Pflichtversicherten kennen.
Alle Arbeitnehmer, die weniger als 3862,50 Euro monatlich verdienen, müssen sich
gesetzlich versichern, sie haben keine Wahlmöglichkeit. Arbeitnehmer hingegen,
die mehr verdienen sowie Nichterwerbstätige und Selbstständige können selbst die
Entscheidung treffen, inwieweit sie sich in der GKV freiwillig versichern wollen
oder ob sie in die private Krankenversicherung wechseln möchten.
In der privaten Krankenversicherung sind die Beitragssätze nicht vom Einkommen
des Versicherten abhängig. Die Beitragshöhe wird durch das Alter, das Geschlecht
und den Gesundheitszustand bestimmt. Der privat Versicherte kann dann selbst
einen Tarif auswählen. Das kann für den 28-jährigen alleinstehenden, gesunden
Mann von Vorteil sein, aber für die 52-jährige Frau mit einer chronischen
Erkrankung ein Nachteil sein.
Die gesetzliche Krankenversicherung
arbeitet nach dem Sachleistungsprinzip, der Versicherte geht zum Arzt, zahlt
einmal im Quartal die Praxisgebühr und wird dann kostenlos behandelt. Der Arzt
rechnet mit der jeweiligen Krankenkasse ab. In der privaten Krankenversicherung
zahlt der Versicherte die Rechnung beim Arzt und legt diese dann zwecks
Erstattung bei seiner Versicherung vor.
Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Frage der
Familienversicherung. In der gesetzlichen Krankenversicherung kann der
Versicherte seine nicht berufstätige Ehefrau und seine Kinder, egal wie viele,
kostenfrei mitversichern. In der privaten Krankenversicherung hingegen muss
jedes Familienmitglied gegen einen Beitrag versichert werden. Da kann für einen
Mann mit drei Kindern die Versicherung schon viel teurer werden, als bei der
GKV. Außerdem dürfen die privaten Krankenversicherungen es ablehnen, Personen,
die ihnen zu alt oder zu krank sind, aufzunehmen.
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